Ich. Literarisch, emotional, echt.

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Wenn sie nicht nur Licht veratmet…

Menschen reden mit ihren Pflanzen. Warum machen die das? Weil sie denken ihre Pflanzen wachsen dann besser? Blühen auf? Oh nein… Es ist viel einfacher. Die Pflanze widerspricht nicht. Nie. Und doch weiß sie alles über uns. Denn sie ist ja immer da. Die geht nicht diskret auf den Balkon, wenn wir hier mit unseren Freunden reden. Sie hört zu. Bei allem. Sie sieht wem wir uns hingeben und wie. Sie hört uns lachen und weinen und leben und schreien, ob vor Verzweiflung oder vor Lust. Wenn sie reden könnte, wahrscheinlich würden wir sie nicht hier behalten. Weil wir nicht ertragen könnten, wie gut sie uns kennt. Weil ihre Nähe uns dann genauso einzuengen vermochte wie die von Menschen. Und von sich selbst gibt sie ja so gar nichts preis. Sie lässt die Blätter hängen wenn sie Durst hat, das ist alles. Genügsames Wesen, diese Pflanze. Deshalb ist so leicht zu vermenschlichen. Sie hört zu, aber sie richtet niemals.

Wir sollten öfter grün tragen. Vielleicht sind unsere Topfpflanzen die besseren Menschen.

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Erinnerung

Das erste Jahr, in dem ich Deinen Todestag vergessen habe. Das zehnte, ausgerechnet. Das erste Mal, dass Du mir mehrere Monate lang nicht im Traum erschienen bist. Ich weiß nicht mal, wie ich dazu kam plötzlich an Deinem Grab zu stehen. Zufälle, viele davon, aneinander gereiht wie kleine Glasperlen auf einer Kette. Völlig bedeutungslos als einzelne, aber sinnig im Ganzen.

Das erste Mal, dass ich keine Blume für Dich hatte. Aber auch das erste Mal seit Jahren, dass ich Fuß auf den Friedhof setzte, der viel zu früh Deine letzte Ruhestätte wurde.

Ich denke nicht gern an Dich. Du hast zwei Mal mein Leben verändert, in kürzester Zeit. Du warst der erste, den ich liebte. Die Welt stand still als Du mich verlassen hast. Tatsächlich kamst Du wieder. Vier Tage später warst Du tot. Dein Herz stand still, und ich konnte nicht begreifen dass alle sagten, die Welt würde sich weiter drehen. Du warst der erste, der mich Vergänglichkeit lehrte.

Tausendmal hätte ich den Schmerz meines gebrochenen Herzens neu durchlebt, hätte Deins dafür weiter schlagen dürfen.

Achtzehn warst Du, VERDAMMT!

Ich war aus dem Takt, für lange Zeit. Ich wurde eine andere. Die Trauer um Dich hielt lange an, doch fast noch länger die Wut auf das was sie Schicksal nennen. Ich fragte mich so viele Jahre lang, wie ich heute wäre, wärst Du nicht einfach gestorben. Ob ich mir mehr von der Unbeschwertheit meiner Jugend hätte bewahren können, ob ich an Gott glauben könnte, ob ich Optimistin geblieben wäre und nicht ständig ein WARUM??? hinter meiner Stirn trüge. Vielleicht stünde mir dann heute meine Nachdenklichkeit nicht ständig im Weg wie ein starrer Betonklotz. Vielleicht hätte ich aber auch nur auf einem anderen Weg zu meinem heutigen Selbst gefunden.

Die Frage, wie Du heute wärst, würdest Du noch leben, die tauchte erst jetzt auf. Das kam mir gar nicht in den Sinn. In meinem Kopf warst Du immer noch 18 und wirst es immer bleiben.

Du wärst 28, Du könntest Kinder haben, eine Frau, das Leben das für Dich gedacht war. Das Leben das Du verdient gehabt hättest. Doch kaum hatte es begonnen, da war es schon vorbei.

Hättest Du mich doch bloß beim zweiten Mal genauso verlassen wie beim ersten Mal. Dich nur umgedreht und den Weg geändert, statt ihn zu beenden… Die Tränen, die ich vergossen hatte bei dem Ende von „uns“, sie wirken lächerlich profan neben jenen, die wir alle weinten nach dem Ende Deines Seins.

Ich bin wieder im Takt. Intakt. Aber vergessen werde ich Dich wohl niemals. Nur verschwimmt der, der Du warst immer mehr; was gestochen scharf ist, ist die Erinnerung an diesen grausamen Schmerz und das Wissen über die Ungerechtigkeit die sich Leben nennt.

Sternschnuppe

Tante Wiki sagt, Sternschnuppen sind kleine Meteore. Ich sage, Sternschnuppen sind wunderschön.

Ich hab erst einmal eine gesehen. Habe inne gehalten, sie bewundert. Sekunden. Nicht länger. Dann lief die Zeit einfach weiter. Ich weiß nicht mal mehr was ich getan hab als es passiert ist. Ich weiß nicht mehr wo ich war, oder mit wem. Das macht mich traurig.

Ich denke oft daran, wer diese Sternschnuppe wohl noch gesehen hat. Ob diese Menschen sich noch daran erinnern was sie getan haben.

Ich denke an eine Frau. Irgendwo auf dem Land. Ihr Ehemann kommt aus der Kneipe. Besoffen. Die Kinder liegen schon im Bett und schlafen, sie hat die Hausarbeit erledigt und ist müde. Er will vögeln, sie will sich verweigern. Er lässt sie nicht. Während er sich nimmt, wovon er meint dass es ihm zusteht, sieht sie durch einen Tränenschleier aus dem Fenster und entdeckt meine Sternschnuppe. Sie hat ganz sicher nur einen einzigen Wunsch. Dass es bald vorbei ist.

Ich denke an ein Paar. Irgendwo in der Stadt. Sie sitzen an einer Bushaltestelle und führen das Gespräch fort, zu dessen Ende sie im Restaurant nicht gekommen sind. Sie wollen verschiedene Dinge. Sie lieben sich nicht mehr genug. Sie haben Angst einander gehen zu lassen und hoffen auf den heilenden Kompromiss. Doch in ihrem tiefsten Innern wissen sie, dass es den nicht geben wird. Weil sie das Gesicht des andern nicht mehr ansehen können, blicken sie zum Himmel und sehen meine Sternschnuppe. Sie haben ganz sicher nur einen einzigen Wunsch. Dass es noch eine Chance für sie gibt.

Ich denke an einen alten Mann. Seine Frau ist schon seit Jahren tot und er vermisst sie jeden Tag aufs Neue. Ohne sie ist sein Leben nichts mehr wert. Jeder Tag ist eine Qual. Schlaf kennt er gar nicht mehr. Seine Kinder führen ihr eigenes Leben und er will es ihnen nicht beschweren. Deshalb behält er seinen Kummer für sich, jeden einzelnen Tag. Er ist am späten Abend zum Friedhof gegangen. Er steht am Grab der Liebe seines Lebens und weint weil sie nie wieder kommt. Dann fällt ihm meine Sternschnuppe auf. Er hat ganz sicher nur einen einzigen Wunsch. Dass er bald bei seiner Liebsten sein darf.

Ich denke an ein Mädchen. Sie hat sich mit ihren Freunden auf einer Party besinnungslos getrunken. Am Anfang war alles noch ganz lustig. Sie hat mit Kevin geknutscht und er hat ihr sogar an die Brust gefasst. Aber sie trinkt zum ersten Mal, und deshalb ist sie schnell außer Gefecht. Das finden die anderen weniger lustig. Kevin und seine Freunde haben sie in ihrer eigenen Kotze liegen lassen. Wahrscheinlich haben sie sich geekelt. Als sie die Augen aufschlägt, sieht sie erst gar nichts. Dann sieht sie die Sternschnuppe durch das Dachfenster des Gästebades der Eltern der Gastgeberin. Sie hat sicher nur einen Wunsch. Dass sie sich nie wieder so fühlen wird.

Ich ersinne unzählige solcher Szenarien. Die einen dramatisch, die andern alltäglich. Manche unendlich traurig, andere profan. Dies ließe sich endlos fortführen.

In Wahrheit hätte keiner meiner Protagonisten meine Sternschnuppe bemerkt. Wäre mir an jenem Abend etwas widerfahren, woran ich mich heute noch erinnern könnte, dann hätte ich sie auch nicht gesehen. Hätte ich an diesem Tag einen Wunsch gehabt, so groß und so wichtig und in diesem Moment so bedeutend für mich wie die Wünsche der von mir erdachten Gestalten, so würde ich es noch wissen und könnte berichten, ob er sich erfüllt hat. In den von mir ersonnenen Szenarien hat man keinen Blick für die Sterne am Himmel.

Keinen dieser fiktiven Charaktere beneide ich um sein persönliches Drama, und doch wüsste ich gerne, was ich da getan habe, als ich meine einzige Sternschnuppe gesehen hab.

Ich denke auch an Dich. Was hast du wohl gemacht, damals, als ich meine Sternschnuppe gesehen hab? Vielleicht hast Du sie auch gesehen. Einfach so. Vielleicht hast Du dir was gewünscht dabei. Vielleicht hat es sich erfüllt.

Das Mädchen

Es war einmal eine Frau. Wir sollten sie Mädchen nennen. Das mag sie lieber. Dieses Mädchen hatte einen Freund. Dieser Freund schrieb an einem Roman. Groß raus zu kommen war sein Plan.

Die Eltern des Mädchens belächelten das. Einen Roman schreiben. Sowas schaffen normale Menschen doch gar nicht. Das ist mit den richtig richtig tollen Sachen so, wie mit den richtig richtig schlimmen. Die passieren nur anderen. Man meint, das sei eine Art Deal mit dem Schicksal. Wenn man nicht nach den Sternen greift, bleibt dafür die Hölle geschlossen.

Natürlich stimmt das nicht. Das Schicksal hielt sich nicht dran. Schlimme Dinge passierten. Da waren weder unser Mädchen noch dessen Eltern sicher vor. Doch gerade in diesen Momenten wendet man sich nicht an das Schicksal und fordert die Sterne ein, die einem verwehrt geblieben sind in der Hoffnung, dass man sich nur ruhig verhalten muss und dann alles moderat mittelgut wird. Nein, dann trauert man und braucht seine ganze Kraft um wieder aufzustehen.

Der Roman des Mädchenfreundes wurde lange nicht fertig. Die Eltern hatten also lange Zeit, die Idee als Traumtänzerei abzutun. Als Arroganz. Als Realitätsverlust. Man solle sich doch auf die wesentlichen Dinge konzentrieren und den Kopf auf den Schultern tragen statt in den Wolken.

Eines Tages hielt das Mädchen den Roman ihres Freundes in den Händen. Unabhängig davon wo sie derzeit standen, war sie sehr stolz auf ihn. Er hatte nach Jahren vollbracht, was er sich vorgenommen hatte. Er hatte ein Buch geschrieben. Ein richtiges Buch! 400 Seiten, die sie an einem Tag las.

Sie erzählte ihren Eltern davon. Sie wollte ihnen sagen, dass sowas in der Wirklichkeit eben auch passieren kann. Dass man sich nicht immer nur abfinden muss mit dem, was der Alltag einem bietet und was die Vernunft uns diktiert. Träume können wahr werden. Mutter könnte ihr Glück wieder finden und Vater könnte vielleicht tatsächlich irgendwann den wilden Westen bereisen.

…aber sie hörten sie nicht. Sie sagten, er würde keinen Verleger finden. Sie sagten, 99 Prozent der eingereichten Manuskripte würden abgelehnt werden. Sie sagten, er solle doch dann endlich Ruhe geben und sein Leben in den Griff kriegen, jetzt wo die fixe Idee aus seinem Kopf verschwinden könne.

Das Mädchen war traurig. Nicht wegen des Freundes.

Sie sah es wieder genau vor sich. Sie war noch klein, sie lachte und malte viel, sie sang und spielte. Sie hatte Träume, damals als Kind. Aber wenn sie sang, sagten sie ihr sie solle es lassen. Es klinge wie…nun ja, es folgte ein rhetorisch wenig anspruchsvolles Wortspiel von einer Ziege und einem Trommelfell. Meistens. Wenn sie malte sah niemand hin. Wenn sie schrieb, ein paar Jahre später, dann wollte es niemand lesen. Und wenn, dann erntete sie nichts als mildes Interesse und kleine Zeugnisse ihrer Mittelmäßigkeit in den Augen ihrer Eltern. Kein einziges Volleyballspiel hatten sie sich angesehen, in den sechs Jahren in denen sie die Gelegenheit hatten. Sie blieben nicht bis zu dem Abimusical, das sie mit verfasst hatte. Sie gingen vorher nach Hause.

Dabei waren das doch nicht alles hohle Träume. Es waren Talente und die lagen brach. Das Mädchen ist dankbar für jedes Kind, dessen Träume nicht zertreten, sondern gefördert werden. Sie ist froh, dass noch was von ihren eigenen übrig ist, denn auch träumen allein vermag uns ein Stück weit glücklich zu machen.

Vielleicht schreibt das Mädchen selbst irgendwann ein Buch, oder näht ein Kleid, oder malt ein Bild. Und sie wird Menschen haben denen sie es zeigen will. Auch wenn diese nicht ihre Eltern sind. Den Eltern hat sie seit ihrem Diplom nichts mehr gezeigt.

Nur weil man lediglich einen winzigen Teil des Himmels sehen durfte, heißt nicht, dass man ihn nicht lieben kann.

Nur weil man nicht der Grund dafür ist, dass er in seiner Vollkommenheit eines Tages wieder strahlen kann, heißt das nicht dass man nicht alles daran setzen würde, dass genau das geschieht.

Nur weil man nicht ist, heißt nicht dass man sein lassen darf.

Phantomschmerzen

Ich hab mir ein Bein abgehackt. Metaphorisch gesehen.

Das Bein ist ein Mensch, der mich zehn Jahre begleitet hat. Ein Mensch, von dem ich tatsächlich zeitweise dachte, er würde dies mein Leben lang tun. Ein Mensch den ich glaubte zu kennen.

Ich hab mir ein Bein abgehackt.

Dieser Mensch war mir lange eine wichtige Stütze. Er begegnete mir als ich 15 war und ich glaube er hat mich geliebt. Einst. Und ich liebte ihn wider und stützte auch ihn. Ich war ihm auch ein Bein. Wir trugen einander. Ich trug ihn weiter als ich es vermochte. Irgendwann trug nur noch ich ihn, und er verließ sich darauf.  Mein Bein wurde krank. Es stützte mich nicht mehr.

Ich hab mir ein Bein abgehackt.

Aus dem was ich für Liebe hielt wurde etwas wenig liebenswertes. Der Mensch, den ich für meinen Gefährten hielt, hasst sich selbst. Ich hielt ihn davon ab, sich weh zu tun. Dafür tat er mir weh. Die Zukunft, die ich vor Augen hatte, zerfiel zu Staub. Genauer gesagt wurde sie zertreten. Dieser Mensch war ein Teil von mir, aber unsere Verbindung war krank und entzündet und brachte nur noch Pein.

Ich hab mir ein Bein abgehackt.

Ich habe versucht uns zu heilen. Ich habe versucht an uns zu glauben. Ich hielt fest und hab gekämpft. Ich hätte alles getan um zurück zu holen was wir einst waren. Aber dieses „uns“ gab es nichts mehr. Man tat mir weh und ich ließ es zu.

Ich hab mir ein Bein abgehackt.

Nach all den Jahren musste ich erkennen, dass alles was mich hielt die Angst war, alleine zu laufen. Ohne meine Stütze. Ohne diese Person, die mich hat erwachsen werden sehen und durch die ich wurde wie ich heute bin. Eine Welt, in der er nicht existierte, war nicht vorstellbar für mich. Dabei habe ich die Tatsache verdrängt, dass ich nur ohne ihn wieder glücklich werden konnte. Dass der Schmerz, den er mir täglich bereitete, unerträglich geworden war. Dass eine Welt ohne ihn eine bessere Welt sein könnte.

Ich hab mir ein Bein abgehackt.

Er nahm meine Unterstützung, und gab mir nichts zurück. Ich wurde immer schwächer und konnte ihn nicht mehr tragen. Ich habe vergessen wer ich war und wie es ist wenn man etwas fühlt. Alles was ich tat war aushalten. Das Pochen dieses Schmerzes wurde lauter und lauter. Unsere Bindung war nur noch ein Schatten dessen was ich vor mir sah. Sehen wollte. Aber ich bildete mir lange ein, ich könnte es zurück holen.

Ich hab mir ein Bein abgehackt.

Und das war richtig. Nur so konnte ich heilen. Ich musste ihn verlassen um nicht selbst zu vergehen. Von mir war doch sowieso kaum noch was übrig. Ich war eine leere apathische Hülle, und das was einst Liebe gewesen war, war zu einer schmerzhaften schreienden Entzündung mutiert, die nicht mehr genesen konnte. Das Bein musste ab.

Also hab ich mir ein Bein abgehackt.

Ich ließ ihn zurück. Er hat nicht versucht mich zu halten. Er sagt, er hat nicht gekämpft weil er nicht wisse was er mir noch alles anzutun vermocht hätte. Ich glaube aber er hat nicht gekämpft, weil ich ihm ohnehin keine Stütze mehr war. Ich war nutzlos geworden. Alle Worte, die gesagt werden konnten, um mir weh zu tun, waren gesagt. Alles weitere ging ins Leere. Dadurch, dass es mir nicht mehr hätte schlechter gehen können, ging es ihm auch nicht mehr besser. Ich konnte ihm nichts mehr geben. Ich war leer.

Ich kann gut leben ohne dieses metaphorische Bein. Ich vermisse dieses Bein nicht. Es gibt Momente, in denen ich Schmerzen habe. Phantomschmerzen. Es ist nicht der Verlust, der mir weh tut. Der Verlust tat mir gut. Aber wenn man so viele Jahre mit jemandem verbracht hat und Höhen und Tiefen durchlebt -ja, einst gab es auch Höhen- dann ist da dieses schwarze Loch neben einem Selbst.

Es ist eben so, als habe man sich ein Bein abgehackt. Ein krankes, entzündetes, lebensgefährliches Bein. Gerade noch rechtzeitig.

Zumindest hoffe ich, dass es nicht zu spät war. Dass der Schaden, den ich dabei davon getragen habe, sich in Grenzen hält. Ich hoffe es. Und dass ich noch in der Lage bin zu hoffen, ist ein gutes Zeichen.

Aber was weiß ich schon. Ich hab mir ein Bein abgehackt. Im letzten Moment.

Nicht suchen. Finden.

Um zu sehen musst du erkennen.

Gesenkter Blick schützt nicht davor, gesehen zu werden

Ein gesenkter Blick schützt nicht davor, gesehen zu werden. Nie wirst du beeinflussen können, wie du wahrgenommen wirst. Alle werden dich anders sehen, als du dich fühlst. Deine Wirkung wird sehr oft eine andere sein, als du glaubst. Nur wenn du die Augen öffnest, und dich in den leuchtenden Pupillen derer erkennst, die dich schätzen, kannst du die Ungewissheit darüber ertragen, wie du gesehen wirst. Denn wenn du jene auch zu schätzen weißt, kann es dir nicht egal sein wie sie dich sehen. Ob sie dich sehen.

Öffne die Augen, damit du erkennst, wer dich sieht. Öffne die Augen, damit du erkennst, wer sich lohnt, gesehen zu werden. Augen lügen nicht, so lange sie ansehen.